Markus FeistleStrategischer Finanzarchitekt 30-Minuten-Termin

Für Inhaber und geschäftsführende Gesellschafter zwischen 50 und 62 · Dortmund und Metropole Ruhr

Unternehmensnachfolge: die eine Zahl, die in keinem Mandat steht

Sie wissen, was Ihr Unternehmen wert sein könnte. Wissen Sie auch, was es wert sein muss?

Eine Bewertung sagt, was der Markt zahlt. Ich rechne, was Sie brauchen.

Kostenfrei · unverbindlich · keine Produktpräsentation. Sie erhalten eine Zahl und die Rechnung dahinter, auf einer Seite.

Stand: 2. September 2026 · Lesedauer etwa 9 Minuten · Markus Feistle, Strategischer Finanzarchitekt, Dortmund

Die Ausgangslage

Fünf Fachleute am Tisch. Alle arbeiten am Unternehmen.

Eine Unternehmensnachfolge bringt fünf Fachleute an einen Tisch. Alle fünf sind qualifiziert. Alle fünf haben ein klar umrissenes Mandat. Und alle fünf arbeiten an derselben Sache: dem Unternehmen.

An Ihnen arbeitet niemand.

Das ist keine Nachlässigkeit und kein Vorwurf an eine Berufsgruppe. Es ist eine Folge davon, wie Aufträge zugeschnitten sind – und es hat eine sehr konkrete Konsequenz. Die Frage, die Sie seit Jahren mit sich herumtragen, wird nirgends beantwortet, weil sie in keinem der fünf Aufträge steht.

Die Arbeitsteilung

Wer bei einer Nachfolge welchen Ausschnitt bearbeitet

Jede Zeile dieser Tabelle beschreibt saubere Arbeit. Das Problem liegt nicht in den Zeilen, sondern zwischen ihnen.

  Auftrag Vergütet über Was außerhalb liegt
M&A-Beratung, Nachfolgebörse Käufer finden, Preis erzielen die Transaktion ob ein Verkauf überhaupt die richtige Antwort ist
Steuerberatung Struktur, Umwandlung, Steuerlast die Gestaltung private Versorgungsplanung – berufsrechtlich nicht ihr Feld
Rechtsberatung Verträge, Gesellschafts- und Erbrecht das Dokument die Familie als Ganzes; vertreten wird immer eine Partei
Wirtschaftsprüfung Bewertung nach anerkannter Methodik den ermittelten Wert was der Verkäufer danach zum Leben braucht
Kreditinstitut Finanzierung der Käuferseite das Kreditgeschäft die Interessen des Verkäufers – die Bank sitzt gegenüber

Die Lücke im System

Die Frage, die dazwischenfällt

Ein Unternehmer formuliert seine Sorge selten so, wie sie in einer Bewertung abgebildet wird.

Er fragt nicht: Was bringt der Betrieb?

Er fragt: Kann ich mir das leisten – aufhören?

Das ist eine andere Rechnung. Sie hat andere Eingangsgrößen, einen anderen Zeithorizont und ein anderes Ergebnis. Vor allem hat sie einen anderen Ausgangspunkt: nicht die Firma, sondern den Haushalt.

Diese Rechnung erstelle ich.

Die Systematik

Die Gegenrechnung: vom Ziel her, nicht vom Wert her

Eine Bewertung arbeitet sich von unten nach oben: Umsatz, Ergebnis, Multiplikator, Bandbreite. Heraus kommt ein Preis. Ich gehe den umgekehrten Weg – in fünf Schritten.

  1. Der Bedarf. Was kostet Ihr Leben nach der Übergabe? Nicht überschlägig, sondern Position für Position, mit Teuerungsrate, bis zum kalkulatorischen Lebensende – und für beide Ehepartner. Die zweite Person ist die Position, die in Eigenrechnungen am häufigsten fehlt.
  2. Der Wegfall. Am Tag nach der Übergabe entfallen Geschäftsführerbezüge, Tantieme, oft zwei Firmenfahrzeuge, die betriebliche Krankenversicherung und häufig das Gehalt der mitarbeitenden Ehefrau. Diese Positionen sind heute so selbstverständlich, dass sie in keiner privaten Aufstellung auftauchen.
  3. Der Bestand. Dem gegenüber steht, was bereits vorhanden ist: gesetzliche Rentenanwartschaften – bei Unternehmern häufig gering –, eine Pensionszusage, sofern werthaltig, Basisrenten sowie sämtliche Vermögenswerte, die nicht in der Gesellschaft gebunden sind.
  4. Die Kapitalisierung. Aus der Differenz zwischen Bedarf und Bestand wird ein Barwert: der Betrag, der am Tag der Übergabe vorhanden sein muss, damit die Versorgung über die gesamte Laufzeit trägt.
  5. Die Bruttoschwelle. Der Barwert ist ein Nettobetrag. Der Kaufpreis, der ihn erzeugen muss, ist ein Bruttobetrag. Zwischen beiden liegt die Steuer, und der Abstand ist je nach Struktur erheblich.

Am Ende steht ein einziger Betrag. Anders als der Kaufpreis ist er nicht verhandelbar.

Ein Rechenbeispiel

Wie aus einem Haushalt eine Zielzahl wird

Alle Werte sind gerundete Beispielwerte zur Veranschaulichung der Systematik. Sie beziehen sich nicht auf einen realen Mandanten.

PositionWert
Inhaber / Ehepartnerin59 / 56 Jahre, Ehepartnerin im Betrieb angestellt
Privater Bedarf im Ruhestand11.000 € netto monatlich, heutige Kaufkraft
Vorhandene lebenslange Bezüge3.070 € monatlich (gesetzliche Rente beider, Basisrente)
Monatliche Lücke7.930 €, inflationsindexiert
Rechenhorizontbis zum 95. Lebensjahr der jüngeren Partnerin = 39 Jahre
Barwert der Lückerund 2,80 Mio. €
Einmalpositionen (Pflege, Instandhaltung, Reserve)0,60 Mio. €
Vorhandenes freies Vermögen außerhalb der Firma– 0,64 Mio. €
Erforderlicher Nettoerlös aus der Übergaberund 2,76 Mio. €
Erforderlicher Bruttokaufpreis (strukturabhängig)rund 3,7 Mio. €
Marktübliche Bandbreite für ein Unternehmen dieser Größe2,4 – 3,1 Mio. €
Deckungslücke0,6 bis 1,3 Mio. €

Diese Lücke ist der eigentliche Befund. Sie lässt sich schließen – aber nicht in dem Jahr, in dem verkauft wird.

Der Zeitfaktor

Warum der Vorlauf sieben bis zehn Jahre beträgt

Fast jede Maßnahme, die eine solche Lücke verkleinert, braucht Zeit. Manche wegen gesetzlicher Fristen, manche wegen der Marktmechanik, manche schlicht wegen Zinseszins. Sieben Themen mit Uhr:

  • Gesellschaftsrechtliche Struktur – Haltefristen laufen ab dem Tag der Entscheidung, nicht ab dem Tag des Verkaufs.
  • Vermögenstrennung – betriebsnotwendiges und nicht betriebsnotwendiges Vermögen sauber scheiden.
  • Betriebsimmobilie – im Betrieb halten oder herauslösen. Beide Wege sind vertretbar, beide brauchen Vorlauf.
  • Schenkungsteuerliche Freibeträge – sie stehen alle zehn Jahre erneut zur Verfügung. Wer früh beginnt, hat zwei Runden statt einer.
  • Pensionszusagen – Altzusagen klären, bevor sie in der Due Diligence zum Preisabschlag werden.
  • Privatvermögen außerhalb der Gesellschaft – wer verkaufen muss, verhandelt nicht. Wer nicht muss, schon.
  • Unabhängigkeit des Betriebs von Ihrer Person – der größte einzelne Wertfaktor und der einzige, der sich kurzfristig gar nicht beheben lässt.

Diese Punkte gehören auf eine Agenda, nicht auf eine Internetseite. Ich führe sie hier bewusst nicht aus und spreche dazu keine steuerlichen Gestaltungsempfehlungen aus – das ist Sache Ihres Steuerberaters und Ihres Anwalts. Was ich zeige: Die Liste existiert, und sie hat ein Ablaufdatum.

Vier Zahlen zur Größenordnung

Es fehlt nicht an Beratung. Es fehlt an dieser einen Rechnung.

186.000

So viele Unternehmen erreichen laut Institut für Mittelstandsforschung Bonn zwischen 2026 und 2030 die Übergabereife. Das sind gut 37.000 pro Jahr.

569.000

So viele Inhaber im Mittelstand planen nach der Erhebung der KfW, nach ihrem Rückzug bis Ende 2029 gar nicht erst weiterzumachen – Geschäftsaufgabe statt Nachfolge.

1.500

So viele Personen in Deutschland tragen das CFP®-Zertifikat, die international anerkannte Qualifikation für ganzheitliche Finanzplanung. Weltweit sind es mehr als 190.000 in 26 Ländern.

124

So viele übergabereife Unternehmen kämen rechnerisch auf jeden dieser Finanzplaner, wenn man die ersten beiden Zahlen durcheinander teilt.

Bei einem Teil der 569.000 ist der Betrieb schlicht zu klein, um übertragbar zu sein. Bei einem anderen Teil ist der Zug abgefahren. Die Relation wird schärfer, wenn man die andere Marktseite danebenlegt: Das Vermittlerregister führte zum 1. Juli 2026 exakt 178.810 Zulassungen als Versicherungsvermittler und 41.388 als Finanzanlagenvermittler. Bei den Honorar-Finanzanlagenberatern nach § 34h GewO waren es 375.

Abgrenzung

Was ich für Sie tue – und was nicht

Ich sage Ihnen offen, wo meine Arbeit aufhört. Das ist keine Bescheidenheit, sondern der Grund, warum Sie mir die andere Hälfte glauben können.

Das tue ich

  • Ich führe Ihr betriebliches und Ihr privates Vermögen in einer einzigen Aufstellung zusammen – nicht nacheinander, sondern in einer Bilanz.
  • Ich rechne den erforderlichen Nettoerlös Ihrer Übergabe aus und stelle ihn der realistischen Marktbandbreite gegenüber.
  • Ich rechne Ihre Versorgung Jahr für Jahr durch – bis zum Ruhestand und zehn Jahre darüber hinaus.
  • Ich arbeite mit Ihren vorhandenen Beratern zusammen und liefere ihnen die Zielgröße, gegen die sie gestalten können.
  • Ich sage Ihnen, wenn die Rechnung nicht aufgeht. Auch dann, wenn das Ergebnis unbequem ist.

Das tue ich nicht

  • Ich bewerte Ihr Unternehmen nicht. Das ist Aufgabe der Wirtschaftsprüfung.
  • Ich gestalte keine Verträge.
  • Ich berate Sie nicht steuerlich. Das ist mir nach § 5 StBerG ausdrücklich nicht gestattet – und ich maße es mir nicht an.
  • Ich suche keinen Käufer und verdiene an keiner Transaktion. Deshalb kann ich auch dazu raten, sie zu unterlassen.

Wie ich arbeite

Der Ablauf

  1. Die Zielzahl – 60 Minuten

    Ein Gespräch, telefonisch, per Video oder vor Ort. Sie nennen mir die Eckdaten Ihres Haushalts und die Größenordnung des Unternehmens. Sie erhalten eine Zahl und die Rechnung dahinter, auf einer Seite. Kostenfrei und unverbindlich.

  2. Die vollständige Aufstellung

    Betriebliches und privates Vermögen in einer Bilanz, Versorgungsverlauf Jahr für Jahr, Deckungslücke, Bruttoschwelle. Dazu eine priorisierte Liste dessen, was in Ihrem Zeitfenster noch möglich ist.

  3. Die Umsetzung mit Ihren Fachleuten

    Ich koordiniere, Ihr Steuerberater gestaltet, Ihr Anwalt dokumentiert. Diese Arbeitsteilung ist kein Umweg – sie ist der Grund, warum das Ergebnis später hält.

Ehrlichkeit vorab

Für wen diese Seite nicht gedacht ist

  • Wenn Sie einen Käufer suchen: Dafür brauchen Sie eine M&A-Beratung, nicht mich.
  • Wenn Ihre Übergabe in weniger als zwölf Monaten stattfindet: Dann ist der größte Teil der Gestaltungsmöglichkeiten bereits vergangen. Eine Bestandsaufnahme ist trotzdem sinnvoll – aber sie wird eher beschreiben als verändern.
  • Wenn Sie eine steuerliche Einzelfrage geklärt haben möchten: Die gehört zu Ihrem Steuerberater, und dort ist sie richtig aufgehoben.

Bevor Sie fragen

Häufige Fragen zur Nachfolge-Planung

Ist das nicht Aufgabe meines Steuerberaters?

Nein, und zwar aus einem sachlichen Grund. Steuerberatung deckt die steuerliche Gestaltung ab. Die private Versorgungsplanung eines Haushalts gehört nicht zum Berufsbild – so wenig, wie ich Sie steuerlich beraten darf. Beides ergänzt sich; ersetzen kann keines das andere.

Wie belastbar kann eine solche Zahl sein, wenn der Verkauf noch Jahre entfernt ist?

Belastbarer als die Alternative. Der Bedarf eines Haushalts lässt sich gut prognostizieren, weil er sich langsam ändert. Unsicher ist die Marktseite – deshalb rechne ich sie als Bandbreite und zeige, ab welchem Erlös es eng wird.

Was kostet das?

Das Erstgespräch ist kostenfrei. Die vollständige Aufstellung wird individuell vereinbart, bevor sie beauftragt wird. Es gibt keine Vergütung, die von einer Transaktion abhängt.

Meine Nachfolge ist familienintern geregelt. Betrifft mich das trotzdem?

Ja, und häufig stärker. Bei einer familieninternen Übergabe kommt Ihre Versorgung meist aus dem laufenden Betrieb – also aus derselben Quelle, aus der die nächste Generation investieren muss. Die beiden Ansprüche zu quantifizieren, bevor sie kollidieren, ist genau die Rechnung, um die es hier geht.

Ich habe bereits eine Unternehmensbewertung. Reicht das nicht?

Eine Bewertung sagt Ihnen, was der Markt voraussichtlich zahlt. Sie sagt nichts darüber, ob dieser Betrag Ihre Versorgung trägt. Das sind zwei getrennte Größen, und nur ihr Vergleich ergibt eine Entscheidungsgrundlage.

Arbeiten Sie auch außerhalb des Ruhrgebiets?

Ja. Mein Sitz ist Dortmund, der Schwerpunkt liegt in der Metropole Ruhr, ein zweites Büro steht in Essen. Gespräche finden auf Wunsch per Video statt.

Ihr nächster Schritt

Ihre Nachfolge-Zielzahl

Eine Frage, sechzig Minuten, eine Seite.

Welchen Nettoerlös braucht Ihre Übergabe, damit Ihre Versorgung bis zum Ende trägt?

Sie erhalten eine Zahl und die Rechnung dahinter. Was Sie damit tun, entscheiden Sie danach.

Kostenfrei · unverbindlich · online oder vor Ort · keine Produktpräsentation

Lieber direkt sprechen? 0231 91 40 91-19  ·  kontakt@markus-feistle.de

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Quellen und Hinweise

  1. Institut für Mittelstandsforschung Bonn: Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030, Daten und Fakten Nr. 37, 2025 – rund 186.000 übergabereife Unternehmen · ifm-bonn.org
  2. KfW Research: Nachfolge-Monitoring Mittelstand, Fokus Volkswirtschaft Nr. 526, Januar 2026 – rund 569.000 geplante Stilllegungen ohne Nachfolgeregelung bis Ende 2029 · kfw.de
  3. FPSB Deutschland e. V.: Zertifikate – rund 1.500 CFP®-Zertifikatsträger in Deutschland, über 190.000 weltweit in 26 Ländern · fpsb.de
  4. DIHK: Statistiken und Bestandszahlen zum Vermittlerregister, Stand 1. Juli 2026 · dihk.de

Sämtliche Werte des Rechenbeispiels sind gerundete Beispielwerte zur Veranschaulichung der Rechenlogik. Sie beziehen sich nicht auf einen realen Mandanten und stellen keine Zusage dar. Diese Darstellung ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung; eine solche ist mir nach § 5 StBerG nicht gestattet. Bitte lassen Sie jede Maßnahme vor der Umsetzung durch Ihren Steuerberater prüfen.